Bergbewohner
Highlights
- Der Bergbauweg in Rösrath führt zu historischen Fördertürmen und Stolleneingängen.
- Auf 12,2 km werden Spuren des römischen und modernen Bergbaus sichtbar.
- Interaktive Rätseltouren und Infotafeln vermitteln Wissenswertes über die Bergbaukultur.
Tipps
- Der Bergbauweg in Rösrath ist ein 12,2 km langer Rundweg, der durch abwechslungsreiche Landschaft und ehemalige Bergbaugebiete führt.
- Unterwegs gibt es 10 Infotafeln und eine Audiostation, die Einblicke in die Geschichte des Erzbergbaus und lokale Legenden bieten.
- Eine Rätseltour ist seit 2023 verfügbar, die spielerisch durch die Wanderung führt und am Fluch der Grubenlampe teilnehmen lässt.
Eigenschaften
Über Bergbewohner
Der Bergbewohner ist ein Wanderweg im Bergischen Land, der sich durch das Gebiet von Rösrath im Rheinisch-Bergischen Kreis zieht. Mit einer Länge von rund 12 Kilometern bietet der Rundweg Einblicke in die über 2000-jährige Geschichte des Erzbergbaus in der Region. Der Weg führt vorbei an ehemaligen Bergwerken, restaurierten Industriebauten und eindrucksvollen Förderanlagen, die Zeugnis von der einstigen Bedeutung des Bergbaus im Bergischen ablegen. Unterwegs informieren Infotafeln und eine Audiostation über die Technik, Arbeitsbedingungen sowie die Lebenswelt der Bergleute.
Der Weg beginnt in der Nähe des Bahnhofs Hoffnungsthal und schlängelt sich zunächst durch städtische Gebiete, bevor er in die abwechslungsreiche Landschaft des Bergischen übergeht. Zu den markanten Wegpunkten zählen der FörderTurm des ehemaligen Lüderich-Schachts, das Maschinenhaus, das heute Teil eines Golfplatzes ist, sowie der ehemalige Klärteich, der in ein modernes Freizeitbad umgewandelt wurde. Auch der Franziskastollen im Rothenbacher Tal sowie die kargen Abraumhalden gehören zur Strecke und verdeutlichen die Spuren der Bergbaugeschichte im Landschaftsbild.
Die Route verbindet nicht nur Natur und Geschichte, sondern lädt auch zu einer sinnlichen Entdeckungsreise ein. Neben den archäologischen Funden aus der Römerzeit wird auch die Religiosität der Bergleute thematisiert, etwa durch das Barbarakreuz, das an einer Wegstation zu sehen ist. Besonders erwähnenswert ist die Möglichkeit, den Weg ab dem Punkt „Bleifeld“ zu verkürzen, wodurch sich die Wanderdistanz auf etwa neun Kilometer reduziert. Für Familien mit Kindern ist der Weg aufgrund seiner Länge und teilweise anspruchsvollen Wegeführung nicht uneingeschränkt geeignet.
Seit 2023 ist der Weg auch als Rätseltour buchbar, bei der Wandernde auf Spurensuche gehen und den Fluch einer verzauberten Grubenlampe mithilfe von Hinweisen entlang des Weges lösen können. Diese interaktive Erweiterung verbindet Naturerlebnis mit spielerischem Lernen. Der Weg wird ehrenamtlich von einem Wegepaten betreut, der zur Pflege und Information der Besucher beiträgt. Die Vielzahl an historischen Stationen und die ruhige, landschaftlich reizvolle Umgebung machen den Bergbewohner zu einem lohnvollen Ausflugsziel für Natur- und Geschichteinteressierte.