Mordweg
Eigenschaften
Über Mordweg
Der Mordweg in Rösrath ist ein rund 12 Kilometer langer Wanderweg im Rheinisch-Bergischen Kreis, der sich durch ein Gelände mit über 2.000 Jahren Bergbaugeschichte schlängelt. Der Weg verbindet ehemalige Bergbaustandorte mit der heutigen Natur und Kulturlandschaft und führt vorbei an restaurierten Fabrikhallen, ehemaligen Bergwerksanlagen sowie markanten Förderanlagen, die noch heute erhalten sind. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem der Fördersturm des ehemaligen Franziskaschachts sowie das Maschinenhaus der Grube Lüderich, das heute Teil eines Golfplatzes ist.
Die Route beginnt im Ortsteil Hoffnungsthal und führt zunächst durch Siedlungsgebiete, bevor sie in landschaftlich abwechslungsreiches Gelände übergeht. Unterwegs informieren Infotafeln über die Geschichte des Erzbergbaus, die Lebensumstände der Bergleute sowie archäologische Funde aus der Römerzeit. Eine Audiostation und mehrere Exponate ergänzen die Erlebniswelt und bieten Einblicke in die religiöse Welt der Bergmänner sowie lokale Sagen und Legenden. Besonders erwähnenswert ist das Barbarakreuz, das an die Tradition der Bergleute erinnert.
Der Weg verläuft teilweise auf ehemaligen Abraumhalden, die heute nur karg bewachsen sind, und führt auch entlang des ehemaligen Franziskastollens im Rothenbacher Tal. Ein Abschnitt des Weges verbindet sich mit dem „Bergischen Weg“, einem über 260 Kilometer langen Fernwanderweg. Für Wanderer besteht die Möglichkeit, eine kürzere Variante zu wählen, die über eine Schleife am ehemaligen Hauptschacht der Grube Lüderich führt und die Gesamtstrecke auf etwa neun Kilometer reduziert. Der Weg ist nicht vollständig barrierefrei und aufgrund seiner Länge und einiger steiler Passagen nicht für Kinderwagen geeignet.
Einkehrmöglichkeiten gibt es unter anderem am Bistro des Golfplatzes, das auf dem Gelände eines ehemaligen Bergwerks errichtet wurde. Seit 2023 ist der Weg zusätzlich um eine Rätseltour ergänzt, bei der Wanderer durch das Lösen von Rätseln den „Fluch der verzauberten Grubenlampe“ brechen können. Diese interaktive Erweiterung startet in Hoffnungsthal und verbindet spielerisch Geschichte mit Bewegung. Der Weg wird ehrenamtlich von einem Wegepaten betreut, der sich um die Pflege und Information vor Ort kümmert.