Kirche/Kloster

St. Servatius

Gartenstraße 13, 51503 Rösrath

Highlights

  • St. Servatius ist die katholische Kirche in Rösrath-Hoffnungsthal direkt am Sülzufer.
  • Der Kirchenbau wurde 1954 begonnen und 1956 eingeweiht, verbunden mit Pfarrhaus und Jugendheim.
  • Das Gelände spendete die evangelische Gemeinde, die Chöre halfen sich gegenseitig nach dem Krieg.

Tipps

  • St. Servatius in Rösrath-Hoffnungsthal liegt direkt am Ufer der Sülz und ist über eine Torbogenöffnung vom Pfarrgarten aus erreichbar.
  • Die Kirche verfügt über ein großes Chorfenster von Paul Weigmann mit Darstellung einer Wasserwelle und Fischen.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Servatius

Die katholische Kirche St. Servatius befindet sich im Rösrather Ortsteil Hoffnungsthal und ist ein wichtiger sakraler Anlaufpunkt im rheinisch-bergischen Raum. Die Kirche wurde in den 1950er Jahren erbaut, nachdem die Zahl der Katholiken in der Region aufgrund von Flüchtlings- und Vertriebenenzuzügen nach dem Zweiten Weltkrieg stark angestiegen war. Ursprünglich fand der Gottesdienstbetrieb in einer Baracke auf dem Schulhof statt, die jedoch schnell zu klein wurde. Der Bau der neuen Kirche begann 1954, und bereits 1956 erfolgte ihre Konsekration unter dem Patronat des Heiligen Servatius – einem Namen, der auch die alte, heute evangelische Kirche in Volberg trug.

Die Architektur der St. Servatius-Kirche ist bemerkenswert: Geplant vom Architekten Bernhard Rotterdam, verbindet sie Kirche, Pfarrhaus und Jugendheim um einen zentralen Pfarrgarten. Ein markanter Torbogen öffnet den Zugang zum Garten und zum Kircheneingang. Besonders auffällig ist das große Chorfenster von Glasmaler Paul Weigmann, das 1959 eingebaut wurde und eine Wasserwelle mit Fischen und Fischernetzen darstellt – ein Symbol, das sowohl religiöse als auch lokale Bezüge zur nahe fließenden Sülz aufgreift. Die Kirche liegt direkt am Ostufer dieses Flüsschens und steht nur etwa 150 Meter von der evangelischen Kirche Volberg am Westufer entfernt.

Ein besonderes Zeugnis der konfessionellen Geschichte ist die Tatsache, dass das Baugrundstück von der evangelischen Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt wurde. Diese Zusammenarbeit spiegelt sich auch in der gemeinsamen musikalischen Tradition wider: In den frühen Jahren leitete der Volksschullehrer Peter Wasmuth sowohl den katholischen als auch den evangelischen Chor, wodurch eine enge Verzahnung entstand. Die erste ordentliche katholische Pfarrerin war Hans Backhaus, der von 1956 bis 1979 das geistliche Amt versah. Ihm folgte Alfred Lemmer als Organist und Küster – ein weiteres Schlüsselmitglied der „Männer der ersten Stunde“.

Heute gehört die Kirche St. Servatius zu den vier Kirchen des Seelsorgebereichs Rösrath im Dekanat Overath des Erzbistums Köln. Seit 2010 ist sie nicht mehr eigenständige Pfarrkirche, sondern Teil der gemeinsamen Kirchengemeinde mit St. Nikolaus von Tolentino in Rösrath. Dennoch bleibt sie ein zentrales Gotteshaus für viele Gläubige und ein Ort der Begegnung, wie etwa bei ökumenischen Veranstaltungen oder kirchenmusikalischen Konzerten. Regelmäßige Gottesdienste finden freitags abends sowie sonntags morgens statt, was sie zu einem lebendigen Ort des Glaubens und der Gemeinschaft macht.

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